Arvida Byström (*1991) ist eine schwedische Künstlerin, Fotografin und Regisseurin, deren Arbeit zu den prägenden Positionen einer jüngeren Generation feministischer Gegenwartskunst zählt. In ihren Fotografien, Videos und skulpturalen Arbeiten untersucht sie die Darstellung von Körpern, Genderrollen und digitaler Identität in einer Bildkultur, die stark von sozialen Medien geprägt ist.

Byströms Praxis steht in einer Tradition der Body Art und der Feministische Kunst, in der der eigene Körper als politisches und ästhetisches Medium eingesetzt wird. Gleichzeitig überführt sie diese Tradition in die Gegenwart der digitalen Bildproduktion. Mit einer charakteristischen visuellen Sprache – oft geprägt von pastelligen Farben, glänzenden Oberflächen und bewusst inszenierter Intimität – hinterfragt sie normative Vorstellungen von Schönheit, Weiblichkeit und Sichtbarkeit.

In vielen ihrer Arbeiten thematisiert Byström die Spannung zwischen Selbstinszenierung und Fremdwahrnehmung im digitalen Raum. Dabei macht sie sichtbar, wie Körper in sozialen Medien gleichzeitig empowernd und objektifizierend wirken können. Ihre Arbeiten setzen sich mit Themen wie Körperbehaarung, Sexualität, Konsumästhetik und der Ökonomie von Aufmerksamkeit auseinander und reflektieren, wie Identität heute durch Bilder produziert, verbreitet und bewertet wird.

Indem Byström ästhetische Strategien aus Popkultur, Werbung und Internetkultur aufgreift und kritisch transformiert, positioniert sie sich als eine zentrale Stimme innerhalb einer neuen Generation feministischer Künstlerinnen. Ihre Arbeiten eröffnen wichtige Perspektiven auf den Umgang mit Körper, Selbstbild und Sichtbarkeit im digitalen Zeitalter.

Arvida Byström (*1991) is a Swedish artist, photographer, and director whose work represents an important voice within a younger generation of feminist contemporary art. Through photography, video, and sculptural works, she examines the representation of bodies, gender roles, and digital identity within an image culture strongly shaped by social media.

Byström’s practice is rooted in the legacy of Body Art and Feminist Art, traditions in which the body functions as both a political and aesthetic medium. At the same time, she translates these historical approaches into the context of contemporary digital image production. Her distinctive visual language—often characterized by pastel tones, glossy surfaces, and carefully staged intimacy—questions normative ideals of beauty, femininity, and visibility.

Many of Byström’s works address the tension between self-representation and external perception in digital spaces. She highlights how bodies on social media can simultaneously become sites of empowerment and objectification. Her work engages with themes such as body hair, sexuality, consumer aesthetics, and the economy of attention, reflecting on how identity is produced, circulated, and evaluated through images today.

Byström’s practice critically appropriates visual strategies from pop culture, advertising, and internet aesthetics. In doing so, she positions herself as a key figure in a new generation of feminist artists whose work offers important perspectives on the politics of the body, self-image, and visibility in the digital age.

LINKS

WEBSITE Arvida Byström

WIKIPEDIA Arvida Byström

INSTAGRAM Arvida Byström

PRESS

KUNSTFORUM International Arvida Byström

Forbes | 2024 Arvida Byström

Zeitschrift für Medienwissenschaft | 2018 Arvida Byström

BBC | 2017 Arvida Byström

Zurück
Zurück

LOUISE BOURGEOIS [FR]

Weiter
Weiter

MIRIAM CAHN [CH]